Social Media Recht
Instagram-Account gesperrt: Warum ein Influencer in Irland klagen muss
Eine dauerhafte Instagram-Sperre kann für Influencer, Content-Creator und Unternehmen erhebliche wirtschaftliche Folgen haben. Kooperationen brechen weg, Werbeeinnahmen entfallen und der über Jahre aufgebaute Kontakt zu den Followern ist plötzlich nicht mehr erreichbar. Wer deshalb gerichtlichen Eilrechtsschutz beantragen möchte, muss allerdings zunächst eine vorgelagerte Frage klären: Welches Gericht ist überhaupt zuständig? Mit dieser Frage beschäftigte sich…
Social-Media-Account gehackt: Plattform muss im Notfall handeln
Ein Loginversuch scheitert. Das Passwort wurde geändert, die hinterlegte E-Mail-Adresse ebenfalls. Während der Kontoinhaber ausgesperrt ist, kann ein unbekannter Dritter unter seinem Namen Nachrichten versenden, Beiträge veröffentlichen oder Kontakte anschreiben. In einer solchen Situation geht es nicht nur um den Verlust digitaler Reichweite. Es drohen Rufschäden, finanzielle Nachteile und sogar der Verdacht, der Betroffene selbst…
Löschen oder laufen lassen? – Was Plattformbetreiber bei rechtskritischen Gruppen beachten müssen
KG Berlin: Keine Löschpflicht für Plattformen bei kritisch diskutierenden Nutzergruppen Darf ein Plattformbetreiber Gruppen in sozialen Netzwerken bestehen lassen, in denen zwar rechtskonformer Meinungsaustausch dominiert – aber vereinzelt strafbare Inhalte kursieren? Oder muss er ganze Gruppen löschen, weil sich in deren Kommentarspalten auch Persönlichkeitsrechtsverletzungen finden? Das Kammergericht Berlin (Urteil v. 23.12.2025 – 10 U 190/23)…
Rechtsverletzungen auf Social Media: OLG Frankfurt verurteilt Facebook zur Kontolöschung
Wenn Worte entgleisen – und Profile gleich mit Es ist kein Geheimnis, dass der Ton auf sozialen Plattformen rauer geworden ist. Doch wo endet Meinungsfreiheit – und wo beginnt die Persönlichkeitsverletzung? Eine aktuelle Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main (Az. 16 U 58/24) bringt frischen Wind in die Diskussion um die Pflichten von Plattformbetreibern wie…
OLG Dresden: Persönlichkeitsrechtsverletzung bei TikTok auch ohne Namensnennung
Amtliche Leitsätze der Entscheidung: OLG Dresden, 4. Zivilsenat, Beschluss vom 23. April 2024, Az.: 4 W 213/24 Der Beschluss des Oberlandesgerichts (OLG) Dresden vom 23. April 2024, Aktenzeichen 4 W 213/24, befasst sich mit einem Unterlassungsbegehren im Zusammenhang mit Äußerungen auf der Social-Media-Plattform TikTok. Der Antragsteller, der unter dem Pseudonym „Mr.K“ auftritt, verlangte von der…