Die eBay GmbH hat ihre Nutzerinnen und Nutzer per E-Mail informiert: Ab sofort soll Künstliche Intelligenz (KI) nicht nur für neue Funktionen auf der Plattform genutzt werden – auch personenbezogene Daten der User sollen zum Training der KI-Modelle herangezogen werden. Die geänderte Datenschutzerklärung ist am 21. April 2025 in Kraft getreten. Doch es hagelt Kritik.
Was plant eBay?
Laut der neuen Datenschutzerklärung behält sich eBay vor, personenbezogene Daten für die Entwicklung und Schulung von KI-Systemen zu verwenden. Gemeint sind etwa:
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Angaben zu Käufen, Suchverhalten oder Kommunikation,
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möglicherweise auch Namen, Adressen oder Nutzungsprofile,
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Inhalte aus Bewertungen, Nachrichten oder Chats.
Dabei bleibt bislang unklar, welche Daten genau verwendet werden, welche KI-Modelle im Einsatz sind und wer Zugriff auf die Trainingsdaten erhält. Diese Intransparenz kritisiert auch die Landesbeauftragte für Datenschutz in Brandenburg, Dagmar Hartge.
Noch kein Start – aber Widerspruch schon jetzt möglich
Zwar hat eBay bestätigt, dass das KI-Training noch nicht begonnen hat. Dennoch empfiehlt die Landesdatenschutzbeauftragte ausdrücklich, vorsorglich Widerspruch einzulegen. Denn: Einmal für das Training verwendete Daten lassen sich nicht wieder aus einem KI-Modell löschen.
Wie kann ich widersprechen?
Wer verhindern möchte, dass eBay seine personenbezogenen Daten für KI-Zwecke verwendet, kann dies in den Kontoeinstellungen direkt online tun:
➡️ Im eBay-Konto unter:
„Einstellungen für KI-Entwicklung und –Training“
Der Widerspruch ist jederzeit möglich, am besten aber vor Beginn des KI-Trainings, um die spätere Nutzung der Daten zu vermeiden.
Fazit: Datenschutz aktiv schützen
Das geplante KI-Training bei eBay wirft viele Fragen auf – insbesondere zur Transparenz, Zweckbindung und Datenhoheit. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte jetzt handeln und der Verarbeitung seiner Daten widersprechen.