Medienrecht

Wiederholte Paparazzi-Fotos: Wann eine Geldentschädigung in Betracht kommt
Ein Foto zeigt eine bekannte Sängerin mit ihrem Baby beim Stadtbummel. Ein weiteres Bild zeigt sie allein mit dem Kinderwagen. Später folgen Aufnahmen beim Juwelier, auf einem Parkplatz und an einem Bootssteg. Die Begleittexte erzählen von „Babyglück“, angeblicher Einsamkeit, möglichen Beziehungsproblemen und einem vermeintlichen Luxusleben. Jede einzelne Veröffentlichung kann das Recht am eigenen Bild verletzen.…

Paparazzi-Fotos unzulässig – trotzdem keine Geldentschädigung
Eine bekannte Sängerin wird mit ihrem Baby beim Spaziergang fotografiert. Die Aufnahmen entstehen unbemerkt, teilweise aus größerer Entfernung. Später erscheinen sie in einem Onlinevideo über ihr angebliches „Mutterglück“. Dass eine solche Bildberichterstattung das Persönlichkeitsrecht verletzen kann, liegt nahe. Doch folgt aus einer unzulässigen Veröffentlichung automatisch ein Anspruch auf Geldentschädigung? Der Bundesgerichtshof hat diese Frage mit…
Heimliche Tonaufnahme im Livestream: OLG Köln schützt das private Wort
Was in einem privaten Livestream gesagt wird, ist nicht automatisch Freiwild für die Öffentlichkeit. Das hat das Oberlandesgericht Köln mit Beschluss vom 18.05.2026 deutlich gemacht. Wer heimlich aufgenommene Sprachbeiträge aus einem privaten Stream später in einem öffentlichen Livestream abspielt, kann auf Unterlassung in Anspruch genommen werden. Die Entscheidung zeigt: Nicht nur Bilder, Namen und persönliche…
Wenn ein Verdacht nur „zwischen den Zeilen“ steht: OLG München schärft die Grenzen der Verdachtsberichterstattung
Wer in den Medien nicht ausdrücklich beschuldigt wird, kann trotzdem schwer getroffen sein. Oft reicht schon der Tonfall, die Dramaturgie oder die geschickte Verknüpfung einzelner Tatsachen, damit beim Publikum ein unangenehmer Eindruck hängen bleibt. Genau an diesem Punkt setzt der Hinweisbeschluss des OLG München vom 09.03.2026 – 18 U 3650/25 Pre an. Das Gericht befasst…
OLG Hamburg: Kein freier Gerichtsstand bei Persönlichkeitsrechtsverletzungen im Internet
Im Internet ist fast alles überall abrufbar. Für Kläger lag der Gedanke deshalb lange nahe, sich bei einer Online-Veröffentlichung das Gericht auszusuchen, das ihnen am günstigsten erscheint. Genau dieser Praxis setzt das Hanseatische Oberlandesgericht Hamburg mit Beschluss vom 03.03.2026 – 7 W 26/26 enge Grenzen. Die Entscheidung ist für alle interessant, die gegen Internetveröffentlichungen wegen…
Kein Unterlassungsanspruch des Königreichs Marokko gegen „Die Zeit“ und „Süddeutsche Zeitung“
Wenn Medien über mutmaßliche Spionage berichten und dabei einen Staat namentlich nennen, steht schnell mehr auf dem Spiel als nur eine Schlagzeile. Es geht um Ansehen, politische Beziehungen – und um die Frage, wer sich juristisch gegen solche Berichte wehren darf. Der Bundesgerichtshof hat mit Urteilen vom 24. Februar 2026 (VI ZR 415/23 und VI…
Wenn Pressefreiheit an Grenzen stößt: Was das OLG Köln zur Verdachtsberichterstattung entschied
Was dürfen Medien berichten, wenn ein Verdacht im Raum steht? Das OLG Köln zieht klare Grenzen und stärkt das Persönlichkeitsrecht.