Medien- und Persönlichkeitsrecht
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Seite 3 von 4Urteil des LG Berlin stärkt Rechte von Sprecher:innen – und zieht klare Grenzen für KI-Tools
Die Stimme eines Synchronsprechers ist sein Kapital – und zunehmend auch Ziel künstlicher Imitation. In einem richtungsweisenden Urteil (LG Berlin, Urt. v. 20.08.2025 – 2 O 202/24) hat das Landgericht Berlin entschieden: Wer eine KI-generierte Stimme nutzt, die einer bekannten Synchronstimme nachempfunden ist, greift in das allgemeine Persönlichkeitsrecht ein – und muss dafür zahlen. Das…
Wenn Schweigen nicht reicht: Was Verlage bei Unterlassungserklärungen wirklich beachten müssen
Es war ein scheinbar klassischer Fall aus dem Bereich Urheberrecht – ein Foto, eine unerlaubte Nutzung, eine Abmahnung, eine Unterlassungserklärung. Doch was daraus wurde, dürfte vielen Unternehmen, die sich vertraglich zu einem Unterlassen verpflichtet haben, ein klares Warnsignal sein. Das Landgericht Köln (Urteil vom 26.06.2025, Az. 14 O 165/24) hat in einem bemerkenswerten Urteil aufgezeigt,…
„Hatefluencer“-Urteil: Kein Wettbewerbsrecht unter Streamern
OLG Frankfurt: Persönlichkeitsrechtsschutz ja – Wettbewerbsrecht nein Wenn zwei Influencer sich öffentlich streiten, fliegen in der Regel nicht nur Worte, sondern auch juristische Pfeile. So auch im Fall zweier prominenter Streamer, den das Oberlandesgericht Frankfurt am Main (Urteil vom 17. Juli 2025 – Az. 16 U 80/24) jetzt entschieden hat. Im Mittelpunkt: Aussagen eines männlichen…
Wenn Justiz auf Kritik trifft – OLG Frankfurt zur Namensnennung einer Richterin in einem Buch
Ein Buch, ein Name – und die Grenze der Pressefreiheit? Kann die namentliche Nennung einer Richterin in einem Buch über problematische Entwicklungen innerhalb der Justiz unzulässig sein? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Streits zwischen einer Vorsitzenden Richterin und einem Verlag, den das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Main mit Urteil vom 8. Mai 2025 (Az.…
Automatisierte Urteilsveröffentlichung: Kein Schmerzensgeld für Namensnennung auf openjur.de
Darf der Name eines Anwalts im Volltext einer gerichtlichen Entscheidung erscheinen, wenn diese von einer privaten Rechtsprechungsdatenbank veröffentlicht wird – und das automatisiert? Das Landgericht Hamburg hat mit Urteil vom 09. Mai 2025 (Az. 324 O 278/23) eine viel beachtete Entscheidung gefällt, die eine medienrechtlich wie datenschutzrechtlich brisante Frage klärt: Inwieweit haften Betreiber juristischer Informationsangebote…
Fotografierverbot in Gerichtsgebäuden – wann das Hausrecht endet
In einer Zeit, in der der mediale Druck auf öffentliche Verfahren steigt und Kameras auch vor Gericht nicht haltmachen, stellt sich die Frage: Wo endet die Pressefreiheit – und wo beginnt das Persönlichkeitsrecht? Ein aktueller Beschluss des Schleswig-Holsteinischen Oberverwaltungsgerichts (OVG) vom 27. März 2025 (Az. 4 MB 8/25) bringt hierzu Klarheit, insbesondere in Bezug auf…