Urheberrecht
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Seite 4 von 7Künstliche Intelligenz trifft Urheberrecht – Das LG München I verurteilt OpenAI wegen Liedtext-Ausgabe
Das Landgericht München I hat mit Urteil vom 11.11.2025 (Az. 42 O 14139/24) eine juristische Zäsur markiert: Die auf Urheberrecht spezialisierte 42. Zivilkammer gab einer Klage der GEMA gegen zwei Unternehmen der OpenAI-Gruppe weitgehend statt. Im Kern geht es um die Frage, ob KI-Modelle wie GPT-4 oder GPT-4o durch die „Memorisierung“ urheberrechtlich geschützter Inhalte gegen…
KI im Bild: Was Getty gegen Stability AI für das Urheberrecht bedeutet
Darf eine KI mit Millionen urheberrechtlich geschützter Bilder trainiert werden – ohne Erlaubnis der Rechteinhaber? Diese Frage steht im Zentrum des viel beachteten Verfahrens Getty Images v. Stability AI, das derzeit vor dem High Court of Justice in London verhandelt wird. Der Fall: Getty gegen den KI-Riesen Der Sachverhalt klingt nach Zukunft – ist aber…
Wenn Schweigen nicht reicht: Was Verlage bei Unterlassungserklärungen wirklich beachten müssen
Es war ein scheinbar klassischer Fall aus dem Bereich Urheberrecht – ein Foto, eine unerlaubte Nutzung, eine Abmahnung, eine Unterlassungserklärung. Doch was daraus wurde, dürfte vielen Unternehmen, die sich vertraglich zu einem Unterlassen verpflichtet haben, ein klares Warnsignal sein. Das Landgericht Köln (Urteil vom 26.06.2025, Az. 14 O 165/24) hat in einem bemerkenswerten Urteil aufgezeigt,…
BGH stoppt Verfahren: Haftung von Content Delivery Networks bei Urheberrechtsverletzungen vor dem EuGH
Es ist ein Streit, der im Kern die Frage aufwirft:Kann ein Unternehmen, das „nur“ für den schnellen und stabilen Transport von Daten sorgt, selbst für Urheberrechtsverletzungen haften – und wenn ja, unter welchen Bedingungen? Der Bundesgerichtshof (BGH) hat diese Frage nicht selbst entschieden, sondern den Ball an den Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) weitergespielt. Im…
BGH: Keine Geräteabgabe für Cloud-Anbieter – Urheber gehen (noch) leer aus
Wer Musik, Filme oder Dokumente in seiner Cloud speichert, erstellt damit eine Privatkopie – jedenfalls im Sinne des Urheberrechts. Nach deutschem Recht steht Urhebern dafür eine angemessene Vergütung zu. Die spannende Frage: Wer muss zahlen, wenn diese Kopie nicht mehr auf einer Festplatte oder DVD, sondern auf einem Server in Irgendwohausen liegt? Der Bundesgerichtshof (BGH)…
Darf ein Werbeblocker urheberrechtlich geschützten Code verändern?
Ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 31. Juli 2025 (Az. I ZR 131/23 – Werbeblocker IV) hat eine neue Wendung im Streit um die rechtliche Zulässigkeit von Werbeblockern gebracht. Dabei geht es nicht mehr nur um wirtschaftliche Interessen, sondern um die Grundsatzfrage: Kann der technische Aufbau einer Webseite – genauer: ihr Quellcode – als urheberrechtlich…
„Cheaten“ erlaubt? Warum der BGH keine Urheberrechtsverletzung sieht
Spielverderber oder freie Softwaregestaltung? Was das BGH-Urteil zur „Cheat-Software“ für Spielkonsolen wirklich bedeutet Ein neues Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) bringt Bewegung in ein ebenso technisches wie brisantes Thema: Dürfen Hersteller von Zusatzsoftware in bestehende Computerspiele eingreifen, ohne gegen das Urheberrecht zu verstoßen? Die Antwort des BGH: Ja – wenn dabei weder Quell- noch Objektcode des…
Wenn Upcycling zur Urheberrechtsverletzung wird – Hermès setzt sich vor Gericht durch
Der Pariser Tribunal judiciaire hat mit Urteil vom 10. April 2025 (Az. 22/10720) deutlich gemacht: Auch gut gemeintes „Upcycling“ stößt dort an seine Grenzen, wo es in Wirklichkeit als Bühne für unautorisierte Markenverwertung dient. In einem Grundsatzurteil gab das Gericht der Luxusmarke Hermès recht – und setzte ein Zeichen gegen kommerzielle Umnutzung ohne Rechteklärung. …
Wenn das Bild mehr wert ist: BGH zur Auskunftspflicht bei werblicher Fotoverwertung
Ein Portrait, ein Honorar – und Millionenumsätze.Das, was nach einem klassischen David-gegen-Goliath-Fall klingt, wurde jetzt vom Bundesgerichtshof in einem Urteil mit weitreichender Signalwirkung konkretisiert (BGH, Urteil vom 18.06.2025, Az. I ZR 82/24): Ein Berufsfotograf hatte einst ein Portraitfoto für eine Fitnessmarke geschossen – vier Stunden Arbeit, 180 Euro Rechnung. Dass dieses Foto später zum zentralen…
Wenn zu langes Warten teuer wird – OLG Schleswig-Holstein kippt einstweilige Verfügung im Urheberrecht
Ein Unternehmer behauptet, Urheber eines Textes und einer Grafik zu sein, die heute auf der Webseite eines Escape-Room-Anbieters prangen. Er verlangt im Wege der einstweiligen Verfügung Unterlassung. Doch das Schleswig-Holsteinische Oberlandesgericht macht dem Ansinnen einen Strich durch die Rechnung – mit einer Begründung, die vor allem eines zeigt: Wer zu lange schweigt, darf sich später…